Am Donnerstag, dem 15.1.2026, sind wir mit Schwung und Elan in das Kommunalwahljahr 2026 gestartet. Im Schützenhaus haben sich etwa 30 Mitglieder und Interessierte versammelt, um sich in gemütlicher Runde auf den Kommunalwahlkampf einzustimmen. Außerdem wurden langjährige Mitglieder geehrt.

Die Ehrung fand in herzlicher Atmosphäre statt. Ulla Sollacher, Erhard Grundl und Anita Karl fanden würdigende Worte für die verdienten Mitglieder und gaben Einblicke in deren zurückliegende Aktivitäten.
Vor diesem Programmpunkt stand allerdings die Einstimmung auf den anstehenden Kommunalwahlkampf. Anita Karl als Fraktionsvorsitzende im Kreistag und erneute Spitzenkandidatin hielt eine tiefgründige Rede, in der sie zunächst die Zuständigkeiten des Kreistags erläuterte. Diese reichen vom Straßenbau über den ÖPNV bis zur Trägerschaft für weiterführende Schulen und die Krankenhäuser. Als aktuelle Schwerpunkte der Kommunalpolitik machte sie den ÖPNV aus und machte klar, weiterhin für ein On-Demand-Bus-System kämpfen zu wollen. Auch das Thema Öko-Modell-Region wird ein Fokus im Wahlkampf sein.
Erhard Grundl startete seine Rede mit einem humorvollen Rückblick auf das Straubinger Dackel-Orakel, bei dem er auf dem dritten Platz der OB-Kür landete, noch vor dem CSU-Kandidaten. Danach wurde er aber ernster und kämpferischer und lieferte einen Rundumschlag zur Straubinger Stadtpolitik. Er adressierte die Stärkung des Gemeinschaftssinns über die Förderung von Kultur und Sport, er sprach das Sanierungsdesaster Rathaus an, und er verwies auf die schlechte Bilanz der CSU und ihres Oberbürgermeisters in Sachen Verkehrsanbindung und Wirtschaftsförderung.



Fraktionsvorsitzende Feride Niedermeier schlug in ihrer Rede bewusst nachdenkliche Töne an. Im Mittelpunkt stand der St.-Nikola-Park, dessen Bedeutung sie vor dem Hintergrund des städtischen Hitzeschutzplans hervorhob. Als Expertin für Gesundheitsfragen machte Niedermeier deutlich, dass in der aktuellen Debatte Aussagen zum Erhalt des St.-Nikola-Parks wiederholt als Ablehnung neuer Pflegeplätze interpretiert würden. Dies sei falsch. Der Schutz innerstädtischer Grünflächen und der Ausbau von Pflegeangeboten seien keine Gegensätze, sondern gehörten angesichts zunehmender gesundheitlicher Belastungen durch Hitzeperioden gemeinsam gedacht. Abschließend lenkte Niedermeier den Blick auf die Rahmenbedingungen politischer Arbeit für Frauen. Mit Blick auf die nach wie vor besonderen Hürden, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren, ermutigte sie Frauen zu mehr Sichtbarkeit und Selbstbewusstsein, ihre Positionen und Belange zu vertreten.
Im weiteren Verlauf des Abends gab es noch Hinweise zur Organisation der Infostände, zum Haustürwahlkampf und zu Veranstaltungen wie dem Wirtshaus-Talk mit Boris Palmer, dem Kulturdialog und Events der Grünen Liste Falkenfels, die dieses Jahr das erste Mal ins Rennen um Sitze im Gemeinderat geht. Alles in allem zeigten sich die Grünen im KV Straubing-Bogen hochmotiviert, die Herausforderungen des anstehenden Kommunalwahlkampfes anzugehen.
(Text: K. Diekmann)