Interview mit Silke Prößl

Den Abschluss unserer kleinen Interview-Reihe im Vorfeld der Kommunalwahl bildet die höchstplatzierte Frau der Stadtratsliste. Auf Platz 2 der Grünen-Liste in Straubing kandidiert Silke Prößl. Im Gespräch mit Erich Altmann erzählt die Bürokauffrau, der das Ehrenamt besonders am Herzen liegt, was sie antreibt und warum im nächsten Stadtrat mehr Frauen vertreten sein sollten.

„Frauen kennen die Alltagsprobleme“

E.A.: Silke, deine Geschwister Bernd Vogel und Anke Niefanger kandidieren auf der SPD-Liste. Warum kommen für dich nur die Grünen in Frage?

S.P.: Ich habe ja bereits 2020 für die Grünen kandidiert und war schon immer für grüne Themen. Meine Geschwister sind ja auch wesentlich älter als ich, die sogenannten Baby-Boomer.

E.A.: Du hast an Aktionstagen der Behindertenwerkstätten in Straubing und Mitterfels teilgenommen. Was nimmst du aus solchen Aktionen mit?

S.P.: Die absolute freundliche und hilfsbereite Art der Menschen und ihre Ehrlichkeit. Ich wurde sofort aufgenommen und geduldig in meine Tätigkeiten eingewiesen. Diese Menschen sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und diese Werkstätten eine so tolle Art, den Alltag zu meistern und angenommen zu werden.

E.A.: Was liegt dir neben dem Thema Integration von Menschen mit Handicap kommunalpolitisch besonders am Herzen?

S.P.: Dass es keine Probleme geben sollte, wenn man für echte Barrierefreiheit ist. Sei es bei Anträgen, Hilfsmitteln und selbstbestimmtem Leben.

E.A.: Du plädierst für mehr Frauenpower im Straubinger Stadtrat. Machen Frauen die bessere Kommunalpolitik?

S.P.: Das würde ich so nicht unterschreiben, aber Frauen haben eine andere Denkweise und kennen die Alltagsprobleme. Ich glaube auch, dass ein größerer Anteil an Frauen für mehr Verständnis füreinander und auch die Sichtweisen aus beiden Seiten besser zusammenbringt.